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Starting Grants Projekte

Neuartige Ligandensysteme

Prof. Dr. Viktoria Däschlein-Gessner

Prof. Dr. Viktoria Däschlein-Gessner entwickelt neuartige Ligandensysteme. Diese chemischen Systeme werden an Metalle gebunden, um zum Beispiel die Aktivität von Katalysatoren zu beeinflussen oder reaktive Teilchen zu stabilisieren. Mit Experimenten und computerbasierten Studien wird ihr Team neue Systeme aufbauen, die im Zentrum ein elektronenreiches Kohlenstoffatom besitzen. Das soll ermöglichen, die Eigenschaften und die Reaktionsfreudigkeit der gebundenen Atome und Gruppen gezielt zu steuern.

Der ERC Starting Grant von Prof. Dr. Viktoria Däschlein-Gessner ist mit 1,5 Millionen Euro dotiert.

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Stammbaum des Japanischen

Prof. Dr. Elisabeth de Boer

Prof. Dr. Elisabeth de Boer untersucht die Ursprünge der japanischen Sprache und ihre Verbreitung. Der japanische Dialekt ist in verschiedenen Regionen des Landes sehr unterschiedlich ausgeprägt. Entgegen der Erwartung haben die Dialekte in einigen weit voneinander entfernt liegenden Gebieten jedoch sehr ähnliche Merkmale. Im ersten Schritt ihres Projekts erstellt de Boer einen Stammbaum der Dialekte, anhand von Feldstudien, linguistischen Analysen und Forschung an Dokumenten, die in älteren Dialekten verfasst sind. Die Ergebnisse sollen Einblicke in die Wege der prähistorischen Völkerwanderungen erlauben, die das Japanische auf den Inseln verbreitet haben.

Der ERC Starting Grant von Prof. Dr. Elisabeth de Boer ist mit 1,5 Millionen Euro dotiert.

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Missbrauch im Internet vereiteln

Prof. Dr. Thorsten Holz

Immer mehr Geräte sind mit dem Internet verbunden und können manipuliert oder missbraucht werden. Thorsten Holz und sein Team entwickeln neue Analysetools für die Software dieser Geräte, um potenzielle Schwachstellen zu finden. Außerdem konzipieren sie neue Sicherheitsmechanismen, die solche Geräte vor Angriffen schützen sollen. Eine besondere Herausforderung ist es, die neuen Methoden auf möglichst vielen verschiedenen Geräten zum Laufen zu bringen. Thorsten Holz‘ Team übersetzt daher die verschiedenen Softwarekomponenten zunächst in eine „Vermittlersprache“.

Der ERC Starting Grant von Prof. Dr. Thorsten Holz ist mit 1,5 Millionen Euro dotiert.

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Neue Katalysatoren entwickeln

Prof. Dr. Stefan M. Huber

Prof. Dr. Stefan M. Huber arbeitet an der Entwicklung neuer Katalysatoren. Sie sollen erstmals so genannte Halogenbrücken nutzen, eine bestimmte schwache Wechselwirkung zwischen Molekülen. So sollen sie helfen, nur eine bestimmte Art Moleküleentstehen zu lassen, die sich in vielen chemischen Reaktionen immer in zwei spiegelbildlichen Ausformungen ergeben. Das ist zum Beispiel für die pharmazeutische Industrie wichtig, denn oft ist nur eines der beiden spiegelbildlichen Moleküle als Arzneistoff wirksam, während das andere nicht selten gravierende Nebenwirkungen hervorruft.

Der ERC Starting Grant von Prof. Dr. Stefan M. Huber ist mit 1,5 Millionen Euro dotiert.

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Katalysatoren stabilisieren

Dr. Nicolas Plumeré

Es ist eine Herausforderung, Strom aus erneuerbaren Energiequellen in eine speicherbare Form zu bringen, zum Beispiel in den chemischen Treibstoff Wasserstoff. Dafür ist derzeit meistens das teure und seltene Metall Platin als Katalysator im Einsatz. Dr. Nicolas Plumeré hat das Ziel, eine günstigere Alternative zu schaffen, indem er nickel- oder eisenhaltige Enzyme aus der Natur für diesen Zweck nutzbar macht. Da Katalysatoren aus solchen Elementen häufig instabil sind, möchte der Forscher sie in eine stabilisierende Matrix einbetten.

Der ERC Starting Grant von Dr. Nicolas Plumeré ist mit 1,5 Millionen Euro dotiert.

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Syrische Schriften mit griechischen Wurzeln

Dr. Rüdiger Arnzen und Dr. Yury Arzhanov

Das Team um Dr. Grigory Kessel von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, zu dem Dr. Rüdiger Arnzen und Dr. Yury Arzhanov gehören, baut eine lexikalische Datenbank auf, die syrische und arabische Übersetzungen wissenschaftlicher und philosophischer Werke enthält, die ihren Ursprung in Griechenland hatten. Die islamische Kultur knüpfte an Wissenschaft und Philosophie aus der griechischen Antike an. Arabische Übersetzer überführten die griechischen Schriften ins Arabische, wobei Syrisch sprechende Gelehrte häufig als Vermittler fungierten. Eine Herausforderung war dabei zum Beispiel, syrische und arabische Entsprechungen für Fachbegriffe zu finden. Die neue Datenbank – sie trägt den Namen "Hun@aynNet" – vergleicht die syrischen Schriften mit den griechischen Originalen und den zugehörigen arabischen Versionen, um systematische Einblicke in die verwendete Terminologie und die Übersetzungstechniken zu gewinnen.

Der ERC Starting Grant ist mit insgesamt 1,5 Millionen Euro dotiert.

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