Studium

Studieren mit gesundheitlicher Beeinträchtigung

Ganze elf Prozent der Studierenden an deutschen Universitäten haben eine studienbeeinträchtigende Behinderung oder chronische Erkrankung oder mehrere. Für sie wartet das Studium mit besonderen Herausforderungen auf.

Die Ruhr-Universität bemüht sich, ein barrierefreies und gleichberechtigtes Studium zu ermöglichen: Liegen studienbeeinträchtigende Behinderungen und chronische Erkrankungen vor, kompensieren Nachteilsausgleiche die jeweiligen Erschwernisse – bereits bei der Zulassung zum Studiengang, aber auch bei Prüfungen oder in Lehrveranstaltungen, oder in einigen Fällen auch bei der generellen Durchführung des Studiums (wenn etwa eine längere Studienzeit unausweichlich ist).

Ziel: Barrierefreies, gleichberechtigtes Studium

Mit Nachteilsausgleichen kommen wir nicht nur gesetzlichen Verpflichtungen nach, sondern auch dem gemeinsamen Ziel einer inklusiven Hochschule ein Stück näher.

Was zählt im Studium als Beeinträchtigung?

Viele gesundheitliche Beeinträchtigungen sind nicht sichtbar: Dazu zählen Multiple Sklerose, Herz- oder Darmerkrankungen, Diabetes, aber auch Teilleistungsstörungen wie Legasthenie und letztlich auch psychische Erkrankungen wie Depressionen oder Angststörungen, die ganze 47 Prozent der Beeinträchtigungen von Studierenden ausmachen. Natürlich stehen auch diesen Studierenden Nachteilsausgleiche offen.

Nachteilsausgleiche nutzen

Anträge zum Nachteilsausgleich werden leider nicht von allen Studierenden genutzt, die Anspruch darauf hätten: Manch einer weiß gar nicht, dass diese Möglichkeiten bestehen, andere lehnen eine Sonderbehandlung ab oder wollen ihre Beeinträchtigung nicht preisgeben.

Dabei ist es empfehlenswert, zumindest eine Beratung in Anspruch zu nehmen – diese ist vertraulich und kann helfen zu beurteilen, inwieweit und in welcher Weise Nachteilsausgleiche tatsächlich den Studienerfolg unterstützen können.

Wer berät?

Das Beratungszentrum zur Inklusion Behinderter (BZI) des Akademischen Förderungswerks berät fachkundig und individuell RUB-Studierende mit gesundheitlicher Beeinträchtigung zu Studienplatzvergabe, Studium und Nachteilsausgleich.

Direkt im Beratungszentrum befinden sich auch barrierefreie Arbeitsplätze und ein Hilfsmittelpool. Diese Arbeitsplätze betreuen IT.Services, die auch den Nachteilsausgleich bei Klausuren umsetzen.

Finanzierung des Studiums

Studierende mit Behinderung oder chronischer Erkrankung sehen ihren Lebensunterhalt deutlich seltener als gesichert an. Zu Nachteilsausgleichsregelungen im BAFöG, möglichen Anträgen auf Mehrbedarfe und Sozialleistungen berät die Sozial- und Finanzierungsberatung der RUB.

Erste Informationen sowie die Kontakte finden Sie auf der Seite zur Studienfinanzierungsberatung und beim Deutschen Studentenwerk.

Weitere Informationen

Das Kompetenzzentrum NRW ist eine Informations- und Beratungsstelle zum Thema Studieren mit (nicht-)sichtbarer Behinderung und/oder chronischer Erkrankung.

Das Deutsche Studierendenwerk informiert auf seiner Webseite umfassend zum Studium mit Beeinträchtigung.

Der Deutsche Akademische Austauschdienst stellt auf seiner Seite Informationen für internationale Studierende mit Beeinträchtigung zusammen.

Angebote an der RUB zum Studium mit gesundheitlicher Beeinträchtigung

Universitätsbibliothek
Service der Universitätsbibliothek (UB) für Studierende mit Behinderungen und chronischer Krankheit

Barrierefreie Wege an der RUB

Selbsthilfegruppen
Übersicht auf den Seiten der psychologischen Studienberatung

Wohnen
Das AKAFÖ bietet auch Wohnheimplätze an, die den Ansprüchen von Menschen mit körperlicher Beeinträchtigung entgegenkommen.

Sport
Beim vielfältigen Angebot des Hochschulsports finden auch Studierende mit gesundheitlicher Beeinträchtigung die passende Sportart. Das Servicebüro des Hochschulsports berät gerne dazu. Wissen Sie bereits jetzt, dass Sie im hochschuleigenen Fitnessstudio Unifit trainieren wollen, melden Sie sich dort für ein Beratungsgespräch an.

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