Studieren mit gesundheitlicher Beeinträchtigung

Die Ruhr-Universität bemüht sich, ein barrierefreies und gleichberechtigtes Studium zu ermöglichen: Liegen studienbeeinträchtigende Behinderungen und chronische Erkrankungen vor, kompensieren Nachteilsausgleiche die jeweiligen Erschwernisse.

Die Aufnahme eines Studiums bringt für Jeden viele Fragen mit sich. Habe ich das für mich richtige Studienfach gewählt? Wie kann ich meinen Studienalltag erfolgreich organisieren? Wie kann ich mein Studium finanzieren und wo kann ich wohnen?

Beratung

Behinderte und chronisch kranke Studierende haben darüber hinaus häufig noch weitere, ganz individuelle Anliegen, welche in Zusammenhang mit ihren dauerhaften Beeinträchtigungen stehen.

Für diesen spezifischen Beratungsbedarf steht Ihnen das Beratungszentrum zur Inklusion Behinderter (BZI) als eines der zahlreichen Angebote des Akademischen Förderungswerkes (AKAFÖ) und der Ruhr-Universität Bochum (RUB) zur Seite.

Zum BZI

Nachteilsausgleiche nutzen

Anträge zum Nachteilsausgleich werden leider nicht von allen Studierenden genutzt, die Anspruch darauf hätten: Manch einer weiß gar nicht, dass diese Möglichkeiten bestehen, andere lehnen eine Sonderbehandlung ab oder wollen ihre Beeinträchtigung nicht preisgeben.

Was zählt im Studium als Beeinträchtigung?

Viele gesundheitliche Beeinträchtigungen sind nicht sichtbar: Dazu zählen Multiple Sklerose, Herz- oder Darmerkrankungen, Diabetes, aber auch Teilleistungsstörungen wie Legasthenie und letztlich auch psychische Erkrankungen wie Depressionen oder Angststörungen. Natürlich stehen auch diesen Studierenden Nachteilsausgleiche offen.

Mit Nachteilsausgleichen kommt die RUB nicht nur gesetzlichen Verpflichtungen nach, sondern auch dem gemeinsamen Ziel einer inklusiven Hochschule ein Stück näher.

Dabei ist es empfehlenswert, zumindest eine Beratung in Anspruch zu nehmen – diese ist vertraulich und kann helfen zu beurteilen, inwieweit und in welcher Weise Nachteilsausgleiche tatsächlich den Studienerfolg unterstützen können

Finanzierung des Studiums

Studierende mit Behinderung oder chronischer Erkrankung sehen ihren Lebensunterhalt deutlich seltener als gesichert an. Zu Nachteilsausgleichsregelungen im BAFöG, möglichen Anträgen auf Mehrbedarfe und Sozialleistungen berät die Sozial- und Finanzierungsberatung der RUB.

Erste Informationen sowie die Kontakte finden Sie auf den Seiten zur Studienfinanzierungsberatung der RUB und des Deutschen Studentenwerks.

Zur Beratung Studienfinanzierung

Zum Deutschen Studentenwerk

Serviceangebote

Services der Universitätsbibliothek (UB)

Die UB unterstützt behinderte Studierende mit einem besonderen Service. Dieser reicht von einer allgemeinen Hilfestellung bei der Katalogrecherche und bei Fernleihbestellungen, bis hin zu einem Bringdienst für schwer zugängliche Bücher in der UB, aber auch aus Fachbibliotheken auf dem Campus.

Außerdem befinden sich auf Ebene 0 und auf Ebene 2/ Bereich 2 barrierefreie Computerarbeitsplätze mit elektrisch höhenverstellbaren Schreibtischen. Kopfhörer zur Nutzung der Sprachausgabesoftware JAWS erhalten Sie auf Nachfrage an der Servicetheke im Erdgeschoss. Die Arbeitsplätze sind mit entsprechenden Lampen, Tastaturen und Software ausgestattet.

Barrierefreie Arbeitsplätze, Hilfsmittel, Nachteilsausgleich bei Klausuren

Direkt im das Beratungszentrum zur Inklusion Behinderter (BZI) befinden sich auch barrierefreie Arbeitsplätze und ein Hilfsmittelpool. Diese Arbeitsplätze betreut IT.Services, die auch den Nachteilsausgleich bei Klausuren umsetzen.

Umsetzung von Studienliteratur

Eine professionelle Umsetzung von Studienliteratur ist zeitaufwändig. Daher kooperiert die UB der RUB mit der UB in Dortmund.

Sehbehinderte und blinde Studierende der RUB können, je nach freier Kapazität, den dortigen Umsetzungsdienst in Anspruch nehmen. Die Bestände wissenschaftlicher Hörbücher werden außerdem an die SehKOn-Datenbank der Universitätsbibliothek Dortmund gemeldet.

Über diese Datenbank können auch Bestände anderer Bibliotheken ermittelt und bestellt werden.

Unterstützung in der Mensa

Studieren macht hungrig! Damit auch Behinderte das Essensangebot der Mensa auf dem Campus der RUB nutzen können, bietet diese einen Unterstützungsdienst zum Transport von Tabletts an.

Unter anderem steht ein sogenannter Tablettwagen zur Ausleihe zur Verfügung. Nutzende können damit ihre Speisen selbständig zum Tisch transportieren.

Zum Mensaangebot

Wohnen

Das AKAFÖ bietet auch Wohnheimplätze an, die den Ansprüchen von Menschen mit körperlicher Beeinträchtigung entgegenkommen.

Barrierefreie Wege an der RUB

Die vielen Ebenen auf dem Campusgelände der RUB kann die Mobilität einschränken – der Campusplan für Rollstuhlfahrende zeigt alle ebenen Wege und die Fahrstühle in den Gebäuden.

Zum Campusplan

Sport

Beim vielfältigen Angebot des Hochschulsports finden auch Studierende mit gesundheitlicher Beeinträchtigung die passende Sportart.

Das Servicebüro des Hochschulsports berät gerne dazu.

Wissen Sie bereits jetzt, dass Sie im hochschuleigenen Fitnessstudio Unifit trainieren wollen, melden Sie sich dort für ein Beratungsgespräch an.

Persönliche Assistenz

Das Beratungszentrum zur Inklusion Behinderter (BZI) vermittelt in Zusammenarbeit mit dem Optionalbereich ein Berufsfeldpraktikum im Bereich Persönliche Assistenz.

Das Praktikumsangebot ist am individuellen Bedarf orientiert und umfasst die Unterstützung zur Mobilität am Arbeitsplatz Hochschule und darüber hinaus.

Zum BZI

Weitere Informationen zum Studium mit Beeinträchtigung

Das Kompetenzzentrum NRW ist eine Informations- und Beratungsstelle zum Thema Studieren mit (nicht-)sichtbarer Behinderung und/oder chronischer Erkrankung.

Das Deutsche Studierendenwerk informiert auf seiner Webseite umfassend zum Studium mit Beeinträchtigung.

Der Deutsche Akademische Austauschdienst stellt auf seiner Seite Informationen für internationale Studierende mit Beeinträchtigung zusammen.

Die psychologische Studienberatung führt auf Ihren Seiten (regionale) Selbsthilfegruppen auf.

Nach oben