Wann und wie beantrage ich BAföG?

Stellen Sie Ihren BAföG-Antrag am besten sofort nach der Immatrikulation.

Zuständig für die Förderung der Bochumer und Gelsenkirchener Studierenden ist die Abteilung Ausbildungsförderung des Akademischen Förderungswerkes (AKAFÖ). Zur Fristwahrung genügt zunächst ein formloser Antrag.

Formloser Antrag des AKAFÖ

Wichtiger Hinweis

Wir empfehlen, den Antrag online zu stellen oder persönlich beim BAföG-Amt abzugeben. So können Sie sich den Erhalt der vollständigen Antragsunterlagen quittieren lassen und eventuelle Fragen direkt vor Ort klären. Ihre Ansprüche auf eine Abschlagszahlung, falls die Bearbeitung eines Erstantrages länger als sechs Wochen dauern sollte, regelt § 51 Abs. 2 BAföG.

Weitere Fragen?

Dann wenden Sie sich an die BAföG-Grundberatung beim AKAFÖ, wo Sie auch Ihren Antrag stellen. Sie finden die Grundberatung im Studierendenhaus auf dem RUB-Campus, 1. Etage, Raum 121-160.

Aktuelle Sprechzeiten und Kontaktadressen finden Sie unter www.akafoe.de/finanzieren

Wie viel BAföG bekomme ich?

Die Höhe der BAföG-Förderung hängt vom Einkommen der Eltern, des Ehegatten oder des eingetragenen Lebenspartners sowie vom Einkommen, Vermögen und Bedarf des Studierenden ab. Zudem werden bei der Berechnung des BAföGs unter anderem der Familienstand der Eltern, die Zahl der Geschwister und deren Ausbildungsart sowie Unterhaltszahlungen an Großeltern berücksichtigt.

Der Höchstsatz beträgt derzeit 861 Euro monatlich.

BAföG-Empfänger, die ein Kind unter 14 Jahren in ihrem Haushalt betreuen, erhalten monatlich einen zusätzlichen Kinderzuschlag von 150 Euro für jedes Kind.

BAföG für Flüchtlinge

Auch Studierende mit Fluchthintergrund können unter Umständen einen Anspruch auf BAföG-Förderung haben. Wichtig ist hierbei entweder ein dauerhafter Aufenthaltsrecht oder eine Aufenthaltserlaubnis mit Bleibeperspektive. Das Asylverfahren sollte in jedem Fall bereits vor Beginn des Studiums abgeschlossen sein, denn die aufenthaltsrechtlichen Voraussetzungen müssen zu Beginn des Studiums vorliegen.

Wer lediglich geduldet ist, muss sich zusätzlich bereits vor Beginn des Studiums seit mindestens 15 Monaten ununterbrochen rechtmäßig, gestattet oder geduldet in Deutschland aufhalten, bevor er oder sie BAföG-berechtigt ist.

Geflüchtete müssen ihr Darlehen auch dann zurückzahlen, wenn sie später in ihr Heimatland zurückkehren sollten.

Rückzahlungsphase

Förderung für ausländische Studierende

BAföG–Ausnahmen für ausländische Studierende (gemäß § 8 BAföG) bestehen für:

  • Unionsbürger mit Daueraufenthalts- oder Niederlassungserlaubnis
  • Flüchtlinge nach §§ 22 bis 26 AufenthG (ohne weitere Voraussetzungen)
  • Flüchtlinge nach § 25 III-V AufenthG nur, wenn sie sich vor Studienbeginn mind. 15 Monate ununterbrochen rechtmäßig, gestattet oder geduldet im Bundesgebiet aufgehalten haben.
  • Geduldete Ausländer (§ 60a AufenthG), mit ständigem Wohnsitz im Inland und, wenn sie sich vor Studienbeginn mind. 15 Monate ununterbrochen rechtmäßig, gestattet oder geduldet im Bundesgebiet aufgehalten haben.
  • Ehegatte/Lebenspartner oder Kind eines Ausländers mit Niederlassungserlaubnis, die nach § 30 oder §§ 32 bis 34 AufenthG eine Aufenthaltserlaubnis besitzen.
  • Heimatlose Ausländer

Ausnahmen von der Altersgrenze

Eine Förderung mit BAföG ist grundsätzlich nur möglich, wenn die Altersgrenzen nach § 10 BAföG nicht überschritten werden.

  • Beginn des zu fördernden Bachelor-Studiums vor dem 30. Geburtstag
  • Beginn des zu fördernden Master-Studiums vor dem 35. Geburtstag

Ausnahmen von dieser Altersgrenze sind allerdings nur, möglich wenn das Studium unverzüglich nach Erreichen der Zugangsvoraussetzungen oder dem Wegfall der unten genannten Hinderungsgründe aufgenommen wird.

Ausnahmen von der Altersgrenze

  • Zugangsvoraussetzungen auf dem Zweiten Bildungsweg erworben
  • Studium ohne Hochschulzugangsberechtigung mit Einschreibung auf Grund der beruflichen Qualifikation
  • Notwendiges (!) Aufbaustudium gem. § 7 Abs. 2 Nr. 2 BAföG
  • persönliche oder familiäre Gründe; insbesondere, wenn bei Erreichen der Altersgrenzen bis zur Aufnahme der Ausbildung ein eigenes Kind unter zehn Jahren ohne Unterbrechung erzogen und während dieser Zeit höchstens 30 Wochenstunden im Monat gearbeitet wurde; Alleinerziehende dürfen auch mehr als 30 Wochenstunden erwerbstätig sein, wenn dadurch Unterstützung durch Leistungen nach SGB II vermieden werden.

Elternunabhängiges BAföG

Grundsätzlich erfolgt die Förderung in Abhängigkeit des anrechenbaren Einkommens der Eltern.

Ausnahmen:

  • nach fünf Jahren Erwerbstätigkeit mit mindestens 893 Euro Monatsbrutto;
  • Berufsausbildung mit mindestens 3-jähriger Erwerbstätigkeit und entsprechendem Mindesteinkommen in den gesamten sechs Jahren;
  • Erwerb der allgemeinen Hochschulreife auf dem zweiten Bildungsweg;
  • Beginn des Studiums mit über 30 Jahren und die Bedingungen des § 10 BAföG erfüllt sind;
  • Aufenthaltsort der Eltern ist unbekannt oder sie sind rechtlich oder tatsächlich gehindert, im Inland Unterhalt zu leisten;
  • Vollwaisen

Merkblatt Elternunabhängige Förderung

Umweg der Vorausleistung für beruflich Qualifizierte

Gut zu wissen: Befreiung vom Rundfunkbeitrag

BAföG-Empfänger, die nicht mehr im Haushalt der Eltern wohnen, können sich von der Zahlungspflicht des Rundfunkbeitrags befreien lassen.

Befreiungsantrag

Weitere Informationen finden Sie im Studierendenportal.

Wird BAföG auf andere Sozialleistungen angerechnet?

Bei einer "gemischten Bedarfsgemeinschaft" kann es passieren, dass Leistungen nach dem BAföG auf Hartz IV angerechnet werden. Lesen Sie hierzu den aktuellen Rechtstipp der Seite anwalt.de.

Weitere Informationen

Fragen zur BAföG-Förderung?
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