Talentscout Roshan Ganeshamoorthy
Masterstudium in Maschinenbau mit der Vertiefung Maschinenbauinformatik, Software-Engineer, Daten-Scientist (Python), Prototypbauer, Technology Consultant, Projektleiter, persönliche- und Arbeitsassistenz von Menschen mit Behinderung, Ehrenamtler, Handwerker und Backpacker
# <3sMensch
#wissensbegierInterDISZIPLINist
#demInGENIEuristnixzuschwer
Reise in die Vergangenheit: Du als Schüler der 12. Klasse triffst auf einen Talentscout, wie hätte er Dich beschrieben, welche Talente hätte er bei Dir entdeckt?
Ein Scout hätte meinen bisherigen Bildungsweg in persönlichen Beratungsgesprächen im Gesamtzusammenhang betrachtet. Meine schulischen Durchschnittsnoten greifen als alleiniges Kriterium zu kurz – denn bereits das Erreichen der 12. Klasse bedeutet für mich einen echten Bildungsaufstieg.
Dabei hätte ein Scout erkannt, dass das Erreichen meiner bisherigen Ziele trotz herausfordernder Rahmenbedingungen meine hohe Neugier und meinen Durchhaltewillen zum Ausdruck bringt. Er hätte in mir einen gesellschaftlich engagierten, aufgeschlossenen und zielstrebigen Schüler gesehen, der von echtem Wissensdurst angetrieben wird. Dieses Ziel, Ingenieur zu werden, verfolge ich seit einem Betriebspraktikum in der 9. Klasse in einer mechanischen Werkstatt, in der ich die Grundlagen der Metallverarbeitung kennengelernt habe.
An dieser Stelle gilt mein besonderer Dank meinen hochmotivierten und aufmerksamen Nachbarn, die in wichtigen Entscheidungsphasen die Rolle eines Talentscouts übernommen und mich durchweg unterstützt haben. Insbesondere nach meinem erfolgreichen Abitur stand ich vor der Herausforderung, dass meine Ersparnisse die anfallenden Studiengebühren und Semesterbeiträge nicht vollständig deckten. Dank der großzügigen Unterstützung dieser Nachbarn für das erste Semester scheiterte der Studienstart nicht an finanziellen Hürden.
Ich verbinde Technik mit Menschlichkeit.
Heute bist Du selber Talentscout, warum bist Du genau der Richtige für diesen Job, was bringst Du mit?
Zunächst gilt mein Dank allen Beteiligten, die sich seit der Gründung des NRW-Zentrums für Talentförderung im Jahr 2015 dafür einsetzen, dass dieser Beruf heute existiert und Schulen in NRW von engagierten Talentscouts unterstützt werden. Inspiriert von dieser Arbeit möchte ich mein interdisziplinäres Profil einbringen.
Was mich qualifiziert, ist mein ganzheitlicher Blick auf Leistungsbiografien: Die Hürden meiner eigenen Geschichte helfen mir heute in der Beratung, Talente empathisch zu entdecken, sie auf Augenhöhe zu motivieren und begleitend zu unterstützen. Dabei bin ich durch meine eigene Erfahrung in der Lage, die von den Talenten gesetzten Ziele vollkommen ergebnisoffen und bewertungsfrei zu unterstützen. Als Talentscout berate ich über alle Fachrichtungen hinweg. Als besondere Stärke bringe ich jedoch mein technisches Verständnis aus dem Maschinenbaustudium und meine mindestens fünfjährige Berufserfahrung im MINT-Bereich ein. Dies ermöglicht es mir, interessierten Talenten eine fundierte und praxisnahe Orientierung in diesen zukunftsfähigen Berufsfeldern zu geben.
Reise in die Zukunft, heute in fünf Jahren: Was hast Du gelernt? Auf welche Erfahrungen blickst Du zurück?
Blicke ich heute in fünf Jahren auf meine Zeit als Talentscout zurück, hoffe ich, meinen Drang, der Gesellschaft etwas zurückzugeben, mit Leben gefüllt zu haben. Ich wäre dankbar für die beeindruckenden Persönlichkeiten, die ich während meiner Zeit als Talentscout begleiten durfte, und würde voller Stolz auf deren erfolgreiche Werdegänge blicken. Vor allem hätte ich gemeinsam mit den Talenten in dieser Zeit gelernt und bewiesen, dass Bildungsaufstieg und Chancengleichheit keine theoretischen Konstrukte sind, sondern nachhaltig belegbare, gelebte Praxis sein können.