Der nächste Boys‘ Day findet 23. April 2026 statt. Genaues zu den Veranstaltungen der Ruhr-Universität-Bochum folgt.
Weitere Informationen findet ihr auf der offiziellen Webseite vom Boys’ Day.
Von wegen Mädchenkram! Beim bundesweiten Boys‘ Day lernen Jungs Berufe und Studienfächer kennen, in denen es noch immer zu wenig Männer gibt.
Mit Workshops aus den geisteswissenschaftlichen Bereichen und vielen Informationen zum Studium begeistern die Fakultäten der RUB Jungen für ihre Fächer. Von den Fächern Theologie über Erziehungswissenschaften bis hin zur Medizin. In Workshops findet Ihr unter anderem heraus, warum ein Körper krank ist und wie Ärzte Diagnosen stellen.
Zum Boys‘ Day, der einmal im Jahr im April stattfindet, sind alle Schüler der 8. bis 10. Klasse eingeladen.
Die Teilnahme für jüngere Schüler, die noch nicht in der 8. Klasse sind, ist leider nicht möglich, da die Schüler an diesem Tag allein auf dem Campus sind, sich hier zurechtfinden müssen und nicht einzeln betreut werden.
Der nächste Boys‘ Day findet 23. April 2026 statt. Genaues zu den Veranstaltungen der Ruhr-Universität-Bochum folgt.
Weitere Informationen findet ihr auf der offiziellen Webseite vom Boys’ Day.
Entdecke unter anderem Veranstaltungen aus den Gebieten:
09:00 – 16:00 Uhr
Wir holen euch um 9 Uhr an der U-Bahn-Haltestelle "Ruhr-Universität" ab und gehen dann in unsere Seminarräume. Hier absolviert ihr ein Schnupperstudium: Mit unseren Studierenden zusammen bekommt ihr Einblicke in die russische und polnische Sprache. In einer Vorlesung seht ihr, wie Computerspiele aus Polen in der Kulturwissenschaft analysiert werden. In literatur- und sprachwissenschaftlichen Veranstaltungen erfahrt ihr mehr z.B. über die Bedeutung von Rock- und Popmusik für Osteuropa und warum die polnische Sprache intelligent macht.
Mit unseren Studierenden geht ihr zum Mittagessen in die Mensa und erlebt so den Campus wie reguläre Studenten.
10:00 – 13:00 Uhr
Bis heute tauchen Religionen in allen möglichen Sportarten auf, darunter auch der christliche Glaube: Fußballer bekreuzigen sich bevor sie auf den Rasen treten oder nach einem Tor, so auch MMA- bzw. -Käfigkämpfer, bevor sie in den Käfig eintreten oder nach ihrem Sieg. Ist das eine uralte Tradition? Begann es vor fast 2000 Jahren im Römischen Reich? Was ist der Unterschied zwischen einer Christin, die im Kolosseum gegen einen Löwen antritt und einem Christen, der einen Wettkampf im Käfig austrägt? Diesen und weiteren Fragen gehen wir nach, indem wir uns ein dramatisches Martyrium aus dem 3.Jh. n.Chr. anschauen und es mit aktuellen Interviews christlicher MMA-Kämpfer vergleichen.
10:00 – 14:00 Uhr
Jeder von uns ist ständig gezwungen etwas zu tun oder zu lassen: wir müssen in die Schule oder zur Arbeit, wir werden bestraft, wenn wir etwas machen, das wir nicht machen sollen, und wir bekommen nur, was wir uns wünschen, wenn wir genau das machen, was andere von uns verlangen, selbst wenn wir es lieber nicht tun würden. In einem Wort: wir sind nicht frei.
Aber gibt es wirklich keine Möglichkeit, uns von all den Zwängen, die uns umgeben, zu befreien? In der Antike, vor über 2000 Jahren, gab es Philosophen, die glaubten, herausgefunden zu haben, wie man sich befreien kann – und zwar selbst unter den schwierigsten Umständen, nämlich wenn man ein Sklave war und jemand anderem gehörte.
In unserer Veranstaltung lernt Ihr zwei dieser Philosophen kennen, nämlich den "Hundephilosophen" Diogenes und den "Sklavenphilosophen" Epiktet. Mit Hilfe dieser beiden Denker finden wir heraus, woran es überhaupt liegt, das andere Menschen Macht über uns haben und uns zwingen können, Dinge zu tun, die wir nicht tun wollen. Und wir untersuchen, was wir tun können, uns dieser Macht zu entziehen und wirklich frei zu sein.
Nach der Veranstaltung und einer kleinen Pause habt Ihr danach noch die Gelegenheit, an einer regulären Veranstaltung für Philosophiestudierende teilzunehmen und einen anderen Philosophen der Antike kennen zu lernen, nämlich Platon und seine Untersuchung der Frage, ob wir besser leben, wenn wir ungerecht sind oder wenn wir gerecht sind.
09:00 – 15:00 Uhr
Ob im Schulunterricht, im Museum, beim Fußballspielen mit Freunden, ja sogar vor dem Computer und am Smartphone – Menschen lernen eigentlich den ganzen Tag. Und das ein Leben lang. Aber wie lernt man eigentlich am besten? Und warum funktioniert Lernen manchmal besser und manchmal nicht so gut?
In der Erziehungswissenschaft beschäftigt man sich mit genau diesen Fragen. Forschung hilft dabei, zu verstehen, wie Lernen funktioniert und wie man es unterstützt.
Im Workshop nehmen wir eine psychologische Perspektive auf Lernen ein: Wir schauen gemeinsam, was Lernen überhaupt ist, wie es funktioniert und was man im Studium der Erziehungswissenschaft alles darüber lernt. Außerdem erfahren wir, wie der Alltag in der (Erziehungs-)Wissenschaft aussieht – von der Forschung bis zur Praxis.
10:00 – 13:00 Uhr
Wie finden Ärztinnen und Ärzte eigentlich heraus, was im Körper genau schiefgelaufen ist? In unserem Workshop schlüpfst du selbst in die Rolle eines Mediziners. Anhand eines Beispielfalls lernst du die Sprache des Körpers verstehen: Wir untersuchen, wie unsere Organe im Idealfall zusammenarbeiten und welche Warnsignale sie aussenden, wenn eine Krankheit im Spiel ist.
Wie bei einer Ermittlung werden Indizien gesammelt; durch gezielte Fragen an die Patienten und praktische Untersuchungsmethoden kommst du der Ursache auf die Spur. Sobald die Diagnose steht, klären wir die entscheidende Frage: Was macht eigentlich gesund? Wir schauen uns an, wie mögliche Behandlungen aussehen und warum für die Heilung oft viel mehr nötig ist als nur ein Rezept für Medikamente.
Zusätzlich erfährst du alles über den Weg dorthin: Wir geben dir Informationen und Einblicke in das Medizinstudium und zeigen dir, wie dein Alltag als Arzt aussehen könnte.
10:00 – 15:00 Uhr
Du wolltest immer schon wissen, wie es ist, Jura zu studieren? Dann hast Du am Boys' Day die Möglichkeit, einen Einblick in das Studium und in den Alltag an der Ruhr-Universität Bochum zu gewinnen!
Die erste Vorlesung an diesem Tag widmet sich einem Überblick über die drei großen Rechtsgebiete: das Zivilrecht, das öffentliche Recht und das Strafrecht. Darf der Gesetzgeber die Nutzung von Social-Media durch Minderjährige verbieten? Was braucht es eigentlich, um einen Kaufvertrag zu schließen? Und wie wird ein Fall im Strafrecht gelöst? Diesen und weiteren spannenden Fragen gehst Du auf die Spur!
In der Mittagspause kannst Du bei einer kurzen Führung ein wenig das Universitätsgelände kennenlernen und in der Mensa essen. Dabei wirst Du von Jurastudierenden begleitet und kannst sie zu ihren Erfahrungen mit dem Studium befragen.
In der zweiten Vorlesung bekommst du einen Überblick über die Bedeutung moderner KI-Anwendungen für das Jurastudium sowie für die juristische Berufspraxis. Anhand ausgewählter Beispiele wird aufgezeigt, welche Rolle rechtliche Fragestellungen der Digitalisierung sowohl in den Rechtswissenschaften als auch in der praktischen Anwendung spielen.
Wir bieten Schülern die Möglichkeit, facettenreichere Weiblichkeits- und Männlichkeitsrollen jenseits alter Klischees zu erleben. Damit wollen wir geschlechterstereotype Studienwahlen aufbrechen und Schülerinnen und Schülern für Fächer gewinnen, in denen sie traditionell unterrepräsentiert sind – bei Schülern die geisteswissenschaftlichen, bei Schülerinnen naturwissenschaftliche und technische Projekte.
Die Ruhr-Universität Bochum wurde 2006 im Rahmen des bundesweiten Wettbewerbs "Fort-Schritte wagen" für ihre Arbeit in der Studien- und Berufsorientierung für Jungen ausgezeichnet.