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Wie finanziere ich mein Studium?

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Studienfinanzierung für Geflüchtete

Die Studienfinanzierung spielt für alle Studierenden, ob mit oder ohne Fluchthintergrund, gleichermaßen eine zentrale Rolle. Durchschnittlich geben Studierende in Deutschland um die 853 Euro monatlich zur Finanzierung ihrer Lebenshaltungskosten aus (die Summe orientiert sich am BAföG-Höchstsatz).

Um diese Summe zusammen zu bekommen, gibt es für geflüchtete Studierende diverse Möglichkeiten, die denen von deutschen Studierenden oder Studierenden aus EU-Ländern nicht unähnlich sind. Oftmals führt erst das Zusammenspiel der verschiedenen Optionen zu der Summe, die die Kosten für das eigene Studium decken kann.

Möglichkeiten der Studienfinanzierung

Da die Fragen rund um die Studienfinanzierung sehr individuell sind, wird der Besuch der Studienfinanzierungsberatung in jedem Fall empfohlen. Einen Überblick über die grundlegenden Möglichkeiten bietet das Video unten. Die näheren Informationen darunter wurden gewissenhaft recherchiert, sind jedoch ohne Gewähr und ersetzen nicht die persönliche Beratung.

Finanzielle Unterstützung durch die Familie

In Deutschland ist es üblich, dass die Eltern ihre Kinder bis zum Ende der Ausbildung finanziell unterstützen, sofern ihnen das möglich ist.

So wird häufig das Kindergeld, welches normalerweise bis zum 25. Lebensjahr für Kinder in Ausbildung vom Staat an die Eltern gezahlt wird, verwendet um die Kinder direkt zu unterstützen. So ist schon ein kleiner Teil des Studiums finanziert. Geflüchtete Familien haben bei entsprechendem Aufenthaltsstatus ebenso die Möglichkeit Kindergeld zu beziehen.

Andere Modelle der Teilfinanzierung durch die Familie sind natürlich denkbar und individuell verschieden.

Förderung durch BAföG

BAföG (Kurzbezeichnung für Bundesausbildungsförderungsgesetz) bezeichnet ein Darlehen, das Studierende vom Staat erhalten, sofern eine ausreichende Unterstützung durch die Eltern nicht möglich ist. Nach Beendigung des Studiums muss das Darlehen in Teilen monatlich zurückgezahlt werden. Der aktuelle Höchstsatz liegt bei etwa 735 Euro; die maximale Rückzahlungssumme beträgt 10.000 Euro.

Geflüchtete Studierende haben die Möglichkeit BAföG zu beziehen, sofern die Voraussetzungen dafür erfüllt sind. Es ist daher wichtig, sich frühzeitig zu informieren, ob eine Unterstützung durch BAföG in Betracht gezogen werden kann. Das wichtigste Kriterium ist der Aufenthaltstitel sowie die akademische Vorgeschichte.

Ansprechpartner für alle Fragen zum BAföG ist das AKAFÖ (Akademische Förderungswerk)

Selbstfinanzierung durch Nebenjobs

In Deutschland ist es üblich, sich neben dem Studium noch mit Nebenjobs Geld dazu zu verdienen. Bis zu 450 Euro lassen sich so in der Regel erarbeiten. Ob als studentische Hilfskraft, Minijobber im Supermarkt oder gewerblich im Promotion Bereich, es gibt viele Möglichkeiten neben dem Studium tätig zu werden.

Das Studium steht jedoch immer an erster Stelle! So sollte unbedingt vermieden werden, mehr als 20 Stunden wöchentlich zu arbeiten, da ansonsten neben dem Zeitmangel fürs eigentliche Studieren, auch Konsequenzen hinsichtlich des Krankenkassenbeitrags für Studierende folgen.

Stipendien für Geflüchtete

Viele Stiftungen und Organisationen führen Förderprogramme nicht nur für deutsche oder internationale Studierende, sondern auch speziell für Studierende mit Fluchthintergrund.

Einen allgemeinen Überblick über Fördermöglichkeiten finden Sie auf der Webseite des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF):

In Deutschland gibt es 13 Begabtenförderungswerke, die Studierende mit herausragenden Leistungen finanziell und ideell unterstützen. Eine allgemeine Übersicht bietet die

Bei den Begabtenförderungswerken kann man sich über die spezifischen Möglichkeiten und Bedingungen für eine Bewerbung informieren. Zu den Begabtenförderungswerken zählen unter anderen:

An der RUB können sich besonders erfolgreiche Studierende jährlich um das sogenannte Deutschlandstipendium bewerben, welches eine monatliche Förderung von 300 Euro bietet.

Weitere Förderorganisationen

Aufnahme eines Studienkredits

Manchmal kann die Aufnahme eines Studienkredits bei der Verwirklichung des eigenen Studiums weiterhelfen. Dies ist jedoch häufig mit schwierigen Konditionen oder auch sehr hohen Zinsen verbunden, die nicht für jeden in Frage kommen.

Bei den Studienkrediten für Geflüchtete ist daher der Bildungskredit der Bundesregierung mit verhältnismäßig niedrigen Zinsen und Auflagen die erste Wahl. Kredite müssen in der Regel einige Jahre später komplett zurückgezahlt werden, weswegen die Aufnahme eines solchen gut überlegt sein sollte.

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