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Wie finanziere ich mein Studium?

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Studienfinanzierung für Geflüchtete

Die Studienfinanzierung spielt für alle Studierenden, ob mit oder ohne Fluchthintergrund, gleichermaßen eine zentrale Rolle. Durchschnittlich geben Studierende in Deutschland um die 861 Euro monatlich zur Finanzierung ihrer Lebenshaltungskosten aus (die Summe orientiert sich am BAföG-Höchstsatz).

Um diese Summe zusammen zu bekommen, gibt es für geflüchtete Studierende diverse Möglichkeiten, die denen von deutschen Studierenden oder Studierenden aus EU-Ländern nicht unähnlich sind. Oftmals führt erst das Zusammenspiel der verschiedenen Optionen zu der Summe, die die Kosten für das eigene Studium decken kann.

Möglichkeiten der Studienfinanzierung

Da die Fragen rund um die Studienfinanzierung sehr individuell sind, wird der Besuch der Studienfinanzierungsberatung in jedem Fall empfohlen. Einen Überblick über die grundlegenden Möglichkeiten bietet das Video oben. Die näheren Informationen wurden gewissenhaft recherchiert, sind jedoch ohne Gewähr und ersetzen nicht die persönliche Beratung.

Finanzielle Unterstützung durch die Familie

In Deutschland ist es üblich, dass die Eltern ihre Kinder bis zum Ende der Ausbildung finanziell unterstützen, sofern ihnen das möglich ist.

So wird häufig das Kindergeld, welches normalerweise bis zum 25. Lebensjahr für Kinder in Ausbildung vom Staat an die Eltern gezahlt wird, verwendet, um die Kinder direkt zu unterstützen. So ist schon ein kleiner Teil des Studiums finanziert. Geflüchtete Familien haben bei entsprechendem Aufenthaltsstatus ebenso die Möglichkeit, Kindergeld zu beziehen.

Andere Modelle der Teilfinanzierung durch die Familie sind natürlich denkbar und individuell verschieden.

Förderung durch BAföG

Das Bundesausbildungsrderungsgesetz (kurz BAföG) regelt in Deutschland die staatliche Unterstützung für die Ausbildung von Schülern und Studierenden, sofern eine ausreichende Studienfinanzierung durch die Eltern nicht möglich ist. Dabei handelt es sich zur Hälfte um einen staatlichen Zuschuss, der nicht zurückgezahlt werden muss, und zur anderen Hälfte um ein Darlehen.

Nach Beendigung des Studiums muss das Darlehen monatlich zurückgezahlt werden. Der aktuelle Höchstsatz liegt bei 861 Euro; die maximale Rückzahlungssumme beträgt 10.010 Euro.

Geflüchtete Studierende haben die Möglichkeit BAföG zu beziehen, sofern die Voraussetzungen dafür erfüllt sind. Es ist daher wichtig, sich frühzeitig zu informieren, ob eine Unterstützung durch BAföG in Betracht gezogen werden kann. Das wichtigste Kriterium ist der Aufenthaltstitel sowie die akademische Vorgeschichte.

Ansprechpartner für alle Fragen zum BAföG ist das AKAFÖ (Akademisches Förderungswerk)

Selbstfinanzierung durch Nebenjobs

In Deutschland ist es üblich, sich neben dem Studium noch mit Nebenjobs Geld dazu zu verdienen. Bis zu 450 Euro lassen sich so in der Regel erarbeiten. Ob als studentische Hilfskraft, Minijobber im Supermarkt oder gewerblich im Promotion Bereich, es gibt viele Möglichkeiten neben dem Studium tätig zu werden.

Das Studium steht jedoch immer an erster Stelle! So sollte unbedingt vermieden werden, mehr als 20 Stunden wöchentlich zu arbeiten, da ansonsten neben dem Zeitmangel für das eigentliche Studieren, auch Konsequenzen hinsichtlich des Krankenkassenbeitrags und der Besteuerung für Studierende folgen.

Stipendien für Geflüchtete

Viele Stiftungen und Organisationen führen Förderprogramme nicht nur für deutsche oder internationale Studierende, sondern auch speziell für Studierende mit Fluchthintergrund.

Einen allgemeinen Überblick über Fördermöglichkeiten finden Sie auf der Webseite des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF):

In Deutschland gibt es 13 Begabtenförderungswerke, die Studierende mit herausragenden Leistungen finanziell und ideell unterstützen. Eine allgemeine Übersicht bietet die

Bei den Begabtenförderungswerken kann man sich über die spezifischen Möglichkeiten und Bedingungen für eine Bewerbung informieren. Zu den Begabtenförderungswerken zählen unter anderen:

An der RUB können sich besonders erfolgreiche Studierende jährlich um das sogenannte Deutschlandstipendium bewerben, welches eine monatliche Förderung von 300 Euro bietet.

Weitere Förderorganisationen

Aufnahme eines Studienkredits

Wenn die anderen Möglichkeiten nicht zur Studienfinanzierung ausreichen, kann oft nur die Aufnahme eines Studienkredits den Lebensunterhalt sichern. Da dies jedoch häufig mit hohen Zinsen und schwierigen Konditionen verbunden ist, sollte dieser Schritt gut überlegt sein.

Für Geflüchtete kommen besonders zwei Optionen in Frage: der Bildungskredit der Bundesregierung mit verhältnismäßig niedrigen Zinsen und Auflagen und das zinsfreie Daka-Darlehen. Kredite und Darlehen müssen einige Jahre später komplett zurückgezahlt werden, weswegen die Aufnahme eines solchen gut überlegt sein sollte.

Bei den Studienkrediten für Geflüchtete ist daher der Bildungskredit der Bundesregierung mit verhältnismäßig niedrigen Zinsen und Auflagen die erste Wahl. Kredite müssen in der Regel einige Jahre später komplett zurückgezahlt werden, weswegen die Aufnahme eines solchen gut überlegt sein sollte.

Vor der Beantragung

... sollte unbedingt eine unabhängige Beratung eingeholt werden, wie zum Beispiel bei der Studienfinanzierungsberatung der RUB.

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