Wann sollte ich Unterstützung suchen?
Es gibt keinen festen Zeitpunkt, ab dem Du Hilfe in Anspruch nehmen „musst“. Grundsätzlich gilt: Wenn Dich körperliche Beschwerden, psychische Belastungen oder persönliche Schwierigkeiten über längere Zeit beschäftigen oder Deinen Alltag beeinträchtigen, ist es sinnvoll, mit einer Fachperson zu sprechen.
Das kann zum Beispiel bei anhaltendem Stress, Schlafproblemen, Prüfungsangst, Erschöpfung, Einsamkeit oder Konflikten im Studium der Fall sein.
Du bist unsicher, wohin du dich wenden sollst? Unser RUB-Gesundheitswegweiser hilft dir dabei, die passende Anlaufstelle zu finden.
Wer macht eigentlich was?
Gerade wenn man selten medizinische Hilfe benötigt hat, wirken die verschiedenen Berufsgruppen zunächst verwirrend. Die folgende Übersicht hilft bei der Orientierung:
Hausärztin oder Hausarzt
Die Hausarztpraxis ist meist die erste Anlaufstelle bei gesundheitlichen Fragen, sowohl bei körperlichen als auch bei psychischen Beschwerden. Dort kannst Du untersucht, beraten und bei Bedarf an Fachärzt*innen oder Psychotherapeut*innen überwiesen werden.
Fachärztinnen und Fachärzte
Sie sind auf bestimmte medizinische Bereiche spezialisiert, zum Beispiel Orthopädie, Gynäkologie oder Neurologie. Normalerweise werden Überweisung hier durch die Hausarztpraxis ausgestellt. Je nach Fachrichtung kannst Du auch direkt einen Termin vereinbaren.
Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten
Psychotherapeut*innen unterstützen Menschen bei psychischen Belastungen und Erkrankungen. Zu Beginn findet eine psychotherapeutische Sprechstunde statt. Dort wird gemeinsam besprochen, welche Unterstützung sinnvoll ist. Nicht jedes Erstgespräch führt automatisch zu einer Therapie. Manchmal reichen bereits Beratungsgespräche oder es werden andere Angebote empfohlen.