Wohngeld

Wohngeld soll Haushalten mit geringem Einkommen als Wohnkostenzuschuss helfen. Studierende, die dem Grunde nach einen Anspruch auf BAföG haben, können grundsätzlich kein Wohngeld erhalten.

Der Ausschluss von Studierenden gilt auch, wenn sie tatsächlich keine Ausbildungsförderung nach dem BAföG erhalten. Es gibt jedoch einige Ausnahmefälle.

Voraussetzungen für Wohngeld

Studierende können Wohngeld beantragen, wenn:

  • sie BAföG als Bankdarlehen erhalten
  • sie mit ihren Kindern oder einem anderen Familienmitglied beziehungsweise einem Partner zusammenleben, wenn genannte Person nicht vom Wohngeld ausgeschlossen ist, weil sie zum Beispiel ALG II oder Sozialgeld bezieht
  • sie dem Grunde nach keinen BAföG-Anspruch (mehr) haben, etwa weil sie ein Zweitstudium absolvieren, die Regelstudienzeit überschritten haben oder nach einem späten Fachrichtungswechsel nicht mehr gefördert werden können

Ob und in welcher Höhe Wohngeld gewährt wird, ist abhängig von der Höhe der Kaltmiete und Anzahl sowie Einkommen der zu berücksichtigenden Haushaltsmitglieder.

Nachweisen: Zwischen Mindesteinkommensgrenze und Einkommenshöchstgrenze

Die Einkommenshöchstgrenzen variieren je nach Mietenstufe und Anzahl der zu berücksichtigenden Haushaltsmitglieder. Bei einem Ein-Personen-Haushalt liegt sie bei einem bereinigten Einkommen von 1.010 Euro netto, bei einem Zwei-Personen-Haushalt bei 1.390 Euro netto und bei einem Drei-Personen-Haushalt bei 1.680 Euro netto. Eine größere Hürde als das Höchsteinkommen stellt für Studierende in der Regel der Nachweis eines Mindesteinkommens dar. Denn Wohngeld als Zuschuss zum Lebensunterhalt bekommt nur, wer über der Mindesteinkommensgrenze liegt, also mindestens 80 Prozent seiner Lebenshaltungskosten (gemessen am Hartz IV) durch eigenes Einkommen nachweisen kann.

  • Als Lebenshaltungskosten gilt der jeweilige Hartz IV Regelsatz + Warmmiete + Strom + Versicherungsbeiträge + eventuelle Mehrbedarfe + Pauschalen für Telefon und GEZ
  • Das Mindesteinkommen kann durch alle Einkommen (Unterhalt, Kindergeld, Nebenjobs, Kredite) und das potentielle Wohngeld erreicht werden.
  • Kredite oder das BAföG-Bankdarlehen spielen hierbei eine besondere Rolle, sie mindern nicht die Höhe des Wohngeldes, da sie wieder zurückgezahlt werden müssen.

Übrigens: Das wohngeldrechtliche Einkommen ist in den meisten Fällen aufgrund verschiedener Abzüge und Freibeträge (bspw. für nach niedriger als das Bruttoeinkommen. Das Pflegegeld, sowie Kindergeld und der Kinderzuschlag rechnen nicht zum wohngeldrechtlichen Einkommen.

Freibeträge nach § 17 Wohngeldgesetz:

  • Schwerbehinderte mit einem GdB von 100 oder einer Pflegebedürftigkeit: 1.500 €
  • allein Lebende mit kindergeldberechtigtem minderjährigen Kind: 1.320 €
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