Studienfinanzierung

Die Möglichkeiten zur Studienfinanzierung sind vielfältig. Der Ruhr-Universität ist es wichtig, dass niemand aus finanziellen oder sozialen Gründen daran gehindert ist, ein Studium aufzunehmen und unterstützt mit Beratung, einem eigenen Stipendienprogramm und vielen Angeboten, neben dem Studium als studentische Hilfskraft zu jobben.

Wie finanziere ich mein Studium?

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Wie viel kostet ein Studium?

Möglichkeiten der Studienfinanzierung

Auch ohne Studiengebühren – das Studierendenleben hat seine Kosten. Reichen die klassischen Finanzierungsquellen nicht aus, gibt es oft weitere Optionen.

Studienfinanzierung heißt oft Mischfinanzierung

Die aktuelle Sozialerhebung des Deutschen Studierendenwerks zeigt deutlich: Es gibt diverse Wege, das Studium zu finanzieren – und viele Studierende nutzen verschiedene Möglichkeiten gleichzeitig:

Quelle: 21. Sozialerhebung des Deutschen Studierendenwerkes

Weitere Finanzierungsmöglichkeiten in Sonderfällen

Wenn klassische Finanzierungsmöglichkeiten wegfallen oder schlicht nicht ausreichen, gibt es oft weitere Mittel und Wege. Gerade hier ist es ratsam, die Studienfinanzierungsberatung in Anspruch zu nehmen.

  • Arbeitslosen- und Sozialgeld
    Arbeitslosengeld II (Alg II oder "Hartz IV") und Sozialleistungen kommen für Studierende nur in wenigen Ausnahmefällen in Frage.

    Weitere Informationen

  • Übernahme des Sozialbeitrags
    Studierende der RUB (nicht Erstsemester!), die den Sozialbeitrag zur Rückmeldung nicht bezahlen können, haben die Möglichkeit, die Übernahme des Sozialbeitrags beim AStA zu beantragen.
    Im Semester werden etwa 120-150 Fälle übernommen, wobei der AStA bei der Hälfte dieser Fälle den ganzen Sozialbeitrag und bei der anderen Hälfte zumindest den Teil für das Semesterticket (aktuell 203,88 €) übernimmt.
    Allerdings erfolgt die Vergabe nach Bedürftigkeit, die durch entsprechende Unterlagen glaubhaft nachgewiesen werden muss. Deshalb haben Studierende, die BAföG beziehen eher schlechte Chancen, gegenüber alleinerziehenden oder internationalen Studierenden, die nicht BAföG-berechtigt sind. Besonders gute Chancen haben Studierende, die nachweislich am Ende des Monats im Minus sind.

    Weitere Informationen

Beratung zur Studienfinanzierung

Individuelle Voraussetzungen geben die Studienfinanzierung vor, nicht alle Möglichkeiten stehen jedem Studierenden offen. In Zweifelsfällen hilft die Studienfinanzierungsberatung weiter.

Julia Schmidt berät an der RUB zur Studienfinanzierung.

Welche Optionen der Finanzierung im Einzelfall möglich und sinnvoll sind, hängt von verschiedenen Voraussetzungen ab. Rat und Unterstützung bietet hierbei die Finanzierungsberatung.

Aktuelle Meldungen

BAföG-Reform 2019

Mehr Geld für Wohnkosten, höhere Fördersätze, Einkommens- und Vermögensfreibeträge: Der Deutsche Bundestag hat am 16. Mai 2019 das Gesetz zur Reform des BAföG beschlossen. Die Änderungen sollen zu Schuljahres- bzw. Semesterbeginn im Herbst 2019 in Kraft treten.

  1. Anhebung der Bedarfssätze in zwei Stufen zum Wintersemester 2019 um 5% und 2020 nochmals um 2%. Zusätzlich wird der Wohnzuschlag für Studierende, die außerhalb der elterlichen Wohnung wohnen, überproportional von bisher 250 auf künftig 325 Euro monatlich angehoben.
  2. Anhebung der Einkommensfreibeträge in drei Stufen zeitgleich mit den Bedarfssatzanhebungen 2019 um sieben Prozent, 2020 um drei Prozent und darüber hinaus nochmals zum Wintersemesterbeginn 2021 um sechs Prozent.
  3. Neuregelung der Darlehensrückführung ab 2019: Wer seine Schulden in kontinuierlichen Raten tilgt, ist spätestens nach sechseinhalb Jahren schuldenfrei, egal wie hoch das ursprüngliche Darlehen war. Nach 20 Jahren gibt es einen Schuldenschnitt und selbst wer trotz redlichen Bemühens überhaupt nichts tilgen kann, dem werden die BAföG-Schulden nach 20 Jahren erlassen. Förderung mit verzinslichen Bankdarlehen wird es im BAföG nicht länger geben. Dafür wird die monatliche Tilgungsrate ab April 2020 auf 130 Euro angebhoben.
  4. Neuregelung des Kranken- und Pflegeversicherungszuschlags: Der BAföG-Zuschlag zur Krankenversicherung soll künftig auch den durchschnittlichen kassenindividuellen Zusatzbeitrag berücksichtigen, der seit 2015 von den gesetzlichen Krankenversicherungen auch von Studierenden erhoben wird. Außerdem gibt es höhere Zuschläge für Studierende, die in der Regel ab dem 30. Lebensjahr höhere Kosten in der sog. freiwilligen gesetzlichen Krankenversicherung haben.

Das bedeut konkret folgende monatliche Höchstförderungssätze ab dem Wintersemester 2019:

  • Elternwohner, ohne eigene Krankenversicherung (weil noch familienversichert) = 471 Euro
  • Elternwohner, mit studentischer Krankenversicherung (gesetzlich oder privat) = 580 Euro
  • Elternwohner, mit freiwilliger gesetzlicher Krankenversicherung (ab 30 Jahre) = 933 Euro
  • eigene Wohnung/WG, aber ohne eigene Krankenversicherung (familienversichert) = 744 Euro
  • eigene Wohnung/WG und studentische Krankenversicherung (gesetzlich / privat) = 853 Euro
  • eigene Wohnung/WG und freiwillige gesetzliche Krankenversicherung = 1.206 Euro

Weitere Informationen zum 26. BAföG-Änderungsgesetz finden Sie auf den Seiten des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

Onlinebewerbung für das Aufstiegsstipendium

Vom 26. März bis 10. Juni 2019 ist die Online-Bewerbung für das Aufstiegsstipendium – die Studienförderung für Berufserfahrene möglich. Das Förderprogramm des Bundesministeriums für Bildung und Forschung richtet sich an Fachkräfte mit Berufsausbildung und mehrjähriger Praxiserfahrung und unterstützt ein Hochschulstudium bis zum ersten akademischen Abschluss. Bewerbungen sind bereits vor Beginn des Studiums und bis zum Ende des zweiten Semesters möglich. Weitere Informationen unter www.aufstiegsstipendium.de.

Kindergeld: Erhöhung zum 1.7.2019

Zum 1. Juli 2019 gibt es eine Erhöhung des Kindergelds um je 10 Euro. Das Kindergeld wird einkommensunabhängig gezahlt und ist nach der Zahl der Kinder gestaffelt. Es beträgt dann:

  • für das erste und zweite Kind monatlich 204 Euro
  • für das dritte Kind monatlich 210 Euro
  • für das vierte und jedes weitere Kind monatlich 235 Euro

Studienabschluss-Stipendium für internationale Regelstudierende

Die Bewerbungsfrist für das Sommersemester 2019 endet am 19. April 2019.

Bewerben können sich ausschließlich internationale Regelstudierende, die:

  • an der RUB studieren und einen ausländischen Schulabschluss und/oder ihr Erststudium im Ausland absolviert haben,
  • sich kurz vor Ihrem Studienabschluss (Bachelor; Master; Staatsexamen oder vergleichbarer Abschluss) befinden, also noch max. ein Semester in ihrem Studiengang studieren werden,
  • bisher gute bis sehr gute Leistungen in ihrem Studium erbracht haben,
  • für ihren Studienabschluss auf eine finanzielle Unterstützung angewiesen sind.

Die Förderung beträgt 400 € monatlich für die Dauer von 4 Monaten.

Eine Bewerbung ist ausschließlich online möglich. Die Vergabe erfolgt gemäß der Entscheidung einer Auswahlkommission des International Office. Weitere Informationen zum Bewerbungsprozess finden Sie hier.

Bei Rückfragen zum Studienabschluss-Stipendium wenden Sie sich bitte an Rebekka Kirsch.

Beratung und Anlaufstellen
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