Studienfinanzierung

Die Möglichkeiten zur Studienfinanzierung sind vielfältig. Der Ruhr-Universität ist es wichtig, dass niemand aus finanziellen oder sozialen Gründen daran gehindert ist, ein Studium aufzunehmen und unterstützt mit Beratung, einem eigenen Stipendienprogramm und vielen Angeboten, neben dem Studium als studentische Hilfskraft zu jobben.

Wie finanziere ich mein Studium?

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Wie viel kostet ein Studium?

Möglichkeiten der Studienfinanzierung

Auch ohne Studiengebühren – das Studierendenleben hat seine Kosten. Reichen die klassischen Finanzierungsquellen nicht aus, gibt es oft weitere Optionen.

Studienfinanzierung heißt oft Mischfinanzierung

Die aktuelle Sozialerhebung des Deutschen Studierendenwerks zeigt deutlich: Es gibt diverse Wege, das Studium zu finanzieren – und viele Studierende nutzen verschiedene Möglichkeiten gleichzeitig:

Quelle: 21. Sozialerhebung des Deutschen Studierendenwerkes

Weitere Finanzierungsmöglichkeiten in Sonderfällen

Wenn klassische Finanzierungsmöglichkeiten wegfallen oder schlicht nicht ausreichen, gibt es oft weitere Mittel und Wege. Gerade hier ist es ratsam, die Studienfinanzierungsberatung in Anspruch zu nehmen.

  • Arbeitslosen- und Sozialgeld
    Studierende, die sich in einer BAföG-förderungsfähigen Ausbildung befinden, sind grundsätzlich von ALG II-Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts ausgeschlossen, selbst wenn sie keine Förderung nach dem BAföG erhalten. Nur in wenigen Ausnahmefällen kommen für Studierende Arbeitslosengeld II (Alg II oder "Hartz IV") und andere Sozialleistungen in Frage.

    Weitere Informationen

Beratung zur Studienfinanzierung

Individuelle Voraussetzungen geben die Studienfinanzierung vor, nicht alle Möglichkeiten stehen jedem Studierenden offen. In Zweifelsfällen hilft die Studienfinanzierungsberatung weiter.

Julia Schmidt berät an der RUB zur Studienfinanzierung.

Welche Optionen der Finanzierung im Einzelfall möglich und sinnvoll sind, hängt von verschiedenen Voraussetzungen ab. Rat und Unterstützung bietet hierbei die Finanzierungsberatung.

Aktuelle Meldungen

Überbrückungshilfe für Studierende in Notlagen für Juni, Juli und August 2020

Mit der Überbrückungshilfe können Studierende (auch internationale!) jeweils bis zu 500 Euro in den Monaten Juni, Juli und August 2020, solange die pandemiebedingte Notlage fortbesteht, erhalten. Die Überbrückungshilfe ist in den drei Monaten jeweils neu zu beantragen und muss NICHT zurück gezahlt werden.

Folgende Voraussetzungen müssen erfüllt und jeden Monat erneut nachgewiesen werden:

  • Einschreibung als ordentliche Studierende (nicht beurlaubt, kein Gasthörer etc.)
  • pandemiebedingte Notlage durch Wegfall/Reduzierung des Nebenjobs oder des Unterhalts aufgrund von Corona
  • es muss mit einem erfolgreichen Abschluss des Studiums zu rechnen sein

Die Beantragung ist auch bei gleichzeitigem Bezug von BAföG, Krediten, Stipendien etc. möglich, sofern man sich trotz dieser anderen Finanzierungsquellen nachweislich in einer pandemiebedingten Notlage befindet. Die Überbrückungshilfe kann online bis zum letzten Tag eines Monats beantragt werden. Wer also noch am 30. Juni 2020 den Antrag stellt, kann nach dessen Überprüfung für Juni die Überbrückungshilfe erhalten. Das AKAFÖ kann allerdings aus technischen Gründen frühestens ab dem 25. Juni mit der Bearbeitung und Auszahlung beginnen.

Antragsberechtigt sind, sofern die Voraussetzungen erfüllt werden, ausdrücklich auch:

  • internationale Studierende
  • Studierende über der Regelstudienzeit
  • Studierende in einem Zweitstudium

Die Höhe des Zuschusses richtet sich nach Ihrem Kontostand am Vortag der Antragstellung. Wer allerdings mehr als 500 Euro auf dem Konto hat, kann sich die Mühe sparen, die Überbrückungshilfe ist nur für akute Notlagen gedacht.

Aber Vorsicht, es besteht kein Rechtsanspruch auf diese Überbrückungshilfe.

Weitere Informationen finden sich beim AKAFÖ, welches für die Bearbeitung der Anträge und die Auszahlung zuständig ist.

Das BMBF hat außerdem eine Hotline eingerichtet und ein ausführliches FAQ zur Verfügung gestellt.

Keine Nachteile beim BAföG durch Corona

Studierende, die BAföG beziehen, sollen keine finanziellen Nachteile erleiden, wenn Ihre Hochschule wegen der COVID 19 Pandemie vorübergehend geschlossen oder der Semesterbeginn verschoben wird.

Für RUB-Studierende bedeutet das insbesondere:

  1. Erstsemester, die zum Sommersemester 2020 ihr Studium nicht wie geplant beginnen können, erhalten trotz der Verschiebung des Semesterstarts regulär ab dem 01.04.2020 BAföG.
  2. Kann der nach § 48 Abs. 1 BAföG erforderliche Leistungsnachweis aufgrund von Einschränkungen oder Einstellung des Hochschulbetriebs nicht oder nur verzögert ausgestellt werden, gibt es vorläufig weiter BAföG, wenn man beim AKAFÖ eine Erklärung abgibt, dass die entsprechende Prüfungsleistung tatsächlich erbracht oder bestanden wurde.
  3. Wer eine erforderliche und zu bescheinigende Leistung aufgrund coronabedingter Schließungen oder Ausfall von Vorlesungen bzw. Verschiebung von Prüfungen tatsächlich nicht bzw. nicht rechtzeitig erbringen kann, kann die Verschiebung des Vorlagetermins für den Leistungsnachweis wegen eines schwerwiegenden Grundes nach § 15 Abs. 3 Nr. 1 BAföG beantragen.
  4. Analog gilt, bei unvermeidbarer pandemiebedingter Studienunterbrechung oder wenn Prüfungen auf nach Ende der Regelstudienzeit verschobenen werden, wird für eine angemessene (!) Zeit weiter BAföG gewährt. Das ist allerdings kein Automatismus, diese Verlängerung der Förderungshöchstdauer muss ebenfalls mit Verweis auf einen schwerwiegenden Grund beantragt werden.
  5. Studierende, die Studienabschlusshilfe (früher BAföG-Bankdarlehen) beziehen und aufgrund der Schließung ihrer Hochschule, der Verlegung des Vorlesungsbeginns oder aufgrund von Einreisebeschränkungen ihre Ausbildung nicht wie geplant innerhalb der Abschlusshilfedauer abschließen können, erhalten die Studienabschlusshilfe auch während der pandemiebedingten Einschränkungen weiter.

Achtung: Werden während der Schließzeiten Online-Lernangebote oder alternative Prüfungsmöglichkeiten angeboten, sind die BAföG-Geförderten verpflichtet, entsprechend ihren Möglichkeiten von diesen Angeboten Gebrauch zu machen!

Weitere Informationen finden Sie hier.

KfW Studienkredit bis 31.03.2021 zinslos - auch für ausländische Studierende

Aufgrund der Corona-Pandemie gibt es folgende Neuerungen beim KfW Studienkredit:

Ab sofort können Studierende in Deutschland den KfW-Studienkredit vorübergehend zum Zinssatz von 0 % erhalten

  • Der neue Zinssatz gilt bis zum 31.03.2021 für alle Auszahlungen aus dem Kredit.
  • Die Zinsen übernimmt in dieser Zeit das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).
  • Ab dem 01.04.2021 gilt dann wieder der reguläre Zinssatz (aktuell 4,27%), der jeweils für 6 Monate festgelegt wird.
  • Alle anderen Konditionen bleiben unverändert.

Neu ist auch, dass der Stuienkredit seit dem 01.06.2020 auch für alle ausländischen Studierenden möglich ist.

  • Studierende aus dem Ausland können den KfW-Studienkredit ab 01.06.2020 beantragen.
    Voraussetzung: Sie sind an einer deutschen Adresse gemeldet.
  • Die erste Auszahlung können Sie zum 01.07.2020 erhalten.
  • Die Ausweitung auf alle ausländischen Studierenden ist befristet bis zum 31.03.2021.

Aber auch, wer schon einen Studienkredit bei der KfW hat, profitiert vom 01.06.2020 bis 31.03.2021 von dieser Regelung:

  • Ihr Kredit wird automatisch umgestellt. Sie müssen nichts beantragen oder ändern.
  • Sie erhalten die erste volle Auszahlung ohne Zinsabzug am 01.06.2020.
  • Sie haben einen Zinsaufschub vereinbart? Dann erhalten Sie wie gewohnt den vollen Auszahlungsbetrag. Für die Zeit vom 01.05.2020 bis 31.03.2021 werden keine Zinsen berechnet.
  • Ab dem 01.04.2021 gilt dann wieder der reguläre Zinssatz (aktuell 4,27%), der jeweils für 6 Monate festgelegt wird.

Weitere Informationen finden Sie hier.

ALG II als Darlehen im Härtefall wegen Corona oder als Zuschuss (im Urlaubssemester)

Wer aufgrund der aktuellen Corona-Krise seinen Job/Einkommen verloren hat und kein BAföG erhält, kann über eine Härtefallregelung ALG II (Hartz IV) beantragen, das dann aber lediglich als zinsloses Darlehen ausgezahlt wird.

Es handelt sich dabei um nichts grundlegend Neues. Das BMBF hat lediglich klar gestellt, dass das Darlehen, welches Studierende schon immer im Härtefall beantragen konnten, nun auch für diejenigen Studierenden möglich sein soll, die aufgrund eines Corona-bedingten Jobverlustes in finanzielle Not geraten sind.

Sind Studierende nicht beurlaubt, besteht die Möglichkeit, eine darlehensweise Leistung zur Sicherung des Lebensunterhalts nach § 27 Abs. 3 SGB II zu beantragen. Danach kann das zuständige Jobcenter im Einzelfall Leistungen erbringen, soweit der Ausschluss von Arbeitslosengeld II eine besondere Härte bedeutet. In der aktuellen Situation kommt die Annahme eines besonderen Härtefalls in Betracht, sofern auf Grund der Auswirkungen der Pandemie eine erhebliche Einkommensminderung eingetreten ist. Die Entscheidung über das Vorliegen der Voraussetzungen trifft das jeweils zuständige Jobcenter im Einzelfall.

Weitere Informationen und das für Sie zuständige Jobcenter finden Sie hier:

www.arbeitsagentur.de/corona-faq-grundsicherung

Die weitaus bessere Lösung für das SoSe wäre eine Beurlaubung ohne Prüfungsberechtigung. In Zeiten der Kontaktverbote und Ausgangssperren könnte man wunderbar fehlende Hausarbeiten, Protokolle und Laborberichte etc. schreiben oder schonmal mit den Recherchen für die BA-/MA-Arbeit beginnen. Da man so im SoSe keine Prüfungsleistungen erbringt, sondern diese erst ab dem 01.10. zum neuen WiSe einreicht/abgibt, kann man das gesamte SoSe normal ALG II beziehen. Und zwar als ein Geschenk des Sozialstaates und kein Darlehen, welches man irgendwann wieder zurück zahlen muss.

Allerdings greifen beide Varianten natürlich nur unter den üblichen Voraussetzungen für ALG II, was insbesondere die Hilfebedürftigkeit nach § 9 SGB II angeht.

Merkblätter und Antragsformulare finden Sie hier:

https://www.arbeitsagentur.de/arbeitslos-arbeit-finden/download-center-arbeitslos#1478809808529

Onlinebewerbung für das Aufstiegsstipendium 2020

Vom 24. März bis 08. Juni 2020 ist die Online-Bewerbung für das Aufstiegsstipendium – die Studienförderung für Berufserfahrene möglich. Das Förderprogramm des Bundesministeriums für Bildung und Forschung richtet sich an Fachkräfte mit Berufsausbildung und mehrjähriger Praxiserfahrung und unterstützt ein Hochschulstudium bis zum ersten akademischen Abschluss. Bewerbungen sind bereits vor Beginn des Studiums und bis zum Ende des zweiten Semesters möglich. Weitere Informationen unter www.aufstiegsstipendium.de.

Die Förderung erhöht sich übrigens auf monatlich 933 Euro (Stipendium 853 Euro plus Büchergeld 80 Euro). Zusätzlich kann bei einem Vollzeitstudium für eigene Kinder ein Betreuungszuschuss beantragt werden. Dieser steigt auf 150 Euro für jedes Kind bis 14 Jahre.

Studienabschluss-Stipendium für internationale Regelstudierende 2020

Die Bewerbungsfrist für das Sommersemester 2020 läuft bis zum 12. April 2020.

Bewerben können sich ausschließlich internationale Regelstudierende, die:

  • an der RUB studieren und einen ausländischen Schulabschluss und/oder ihr Erststudium im Ausland absolviert haben,
  • sich kurz vor Ihrem Studienabschluss (Bachelor; Master; Staatsexamen oder vergleichbarer Abschluss) befinden, also noch max. ein Semester in ihrem Studiengang studieren werden,
  • bisher gute bis sehr gute Leistungen in ihrem Studium erbracht haben,
  • für ihren Studienabschluss auf eine finanzielle Unterstützung angewiesen sind.

Die Förderung beträgt 400 € monatlich für die Dauer von 4 Monaten.

Eine Bewerbung ist ausschließlich online möglich. Die Vergabe erfolgt gemäß der Entscheidung einer Auswahlkommission des International Office. Weitere Informationen zum Bewerbungsprozess finden Sie hier.

Bei Rückfragen zum Studienabschluss-Stipendium wenden Sie sich bitte an Natascha Wulff (International Office, SSC 1/229).

Sozialbeitragsübernahme für das Sommersemester 2020

Studierende der RUB (keine Erstsemester!), die den Sozialbeitrag zur Rückmeldung – insbesondere den Teil für das Semesterticket – nicht aufbringen können, haben die Möglichkeit, beim AStA die Übernahme des Beitrages zu beantragen.

Allerdings erfolgt die Vergabe nach Bedürftigkeit, die durch entsprechende Unterlagen glaubhaft nachgewiesen werden muss. Deshalb haben Studierende, die BAföG beziehen eher schlechte Chancen, gegenüber bspw. Alleinerziehenden oder ausländischen Studierenden, die nicht BAföG-berechtigt sind. Besonders gute Chancen haben Studierende, die nachweislich am Ende des Monats im Minus sind.

Im Semester werden etwa 120-150 Fälle übernommen. Wobei der AStA bei der Hälfte den ganzen Sozialbeitrag und bei der anderen Hälfte zumindest den Teil für das Semesterticket (aktuell 208,38 €) übernimmt.

Die Anträge können vom 20.01. bis 14.02.2020 zu folgenden Sprechzeiten im Studierendenhaus, AStA-Flur, Raum 018 gestellt werden:

Montags: 09:30 - 11:30 Uhr
Dienstags: 12:00 - 16:00 Uhr
Mittwochs: 17:00 - 19:00 Uhr
Donnerstags: 10:00 - 12:00 Uhr
Freitags: 10:00 - 14:00 Uhr und 16:00 - 18:00 Uhr

In der Zeit vom 17.02. bis 28.02.2020 werden Anträge nur mit Terminvereinbarung angenommen. Termine können per E-Mail vereinbart werden. Anfragen oder Anträge nach dem 28.02.2020 werden nicht berücksichtigt.

Alle Anträge werden zunächst gesammelt und dann bearbeitet. Erfahrungsgemäß wollen sehr viele Studierende in den letzten Tagen ihre Anträge abgeben. Dies führt dann zu sehr langen Wartezeiten. Nutzen Sie deshalb alle Öffnungszeiten und kümmern Sie sich frühzeitig!

Weitere Informationen finden Sie hier.

BAföG-Reform 2019

Mehr Geld für Wohnkosten, höhere Fördersätze, Einkommens- und Vermögensfreibeträge: Der Deutsche Bundestag hat am 16. Mai 2019 das Gesetz zur Reform des BAföG beschlossen. Die Änderungen traten im Herbst 2019 in Kraft.

Das Deutsche Studierendenwerk hat alle Änderungen in einer Übersicht zusammengefasst.

Weitere Informationen zum 26. BAföG-Änderungsgesetz finden Sie auf den Seiten des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

Beratung und Anlaufstellen
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