Beurlaubung

Sie planen ein Auslandssemester oder möchten sich um die Erziehung Ihres Kindes kümmern? Möglicherweise ist in diesen Fällen eine Beurlaubung vom Studium sinnvoll.

Innerhalb der Rückmeldefrist können sich Studierende unter bestimmen Umständen vom Studium beurlauben lassen. Dabei bleiben sie immatrikuliert, die Urlaubssemester zählen jedoch nicht als Fachsemester. Studien- und Prüfungsleistungen dürfen beurlaubte Studierende nicht erbringen. Für ein Urlaubssemester wird ein reduzierter Sozialbeitrag gezahlt, in dem das VRR- und NRW-Semesterticket nicht enthalten sind.

Antrag und Antragsbegründung

Eine Beurlaubung muss innerhalb der jeweiligen Rückmeldefrist beim Studierendensekretariat beantragt werden. Je nach Begründung müssen dabei gegebenenfalls Nachweise erbracht werden.

Beurlaubung aus „besonderen Gründen“

Für eine Beurlaubung aus „besonderen Gründen“ bringen Sie bitte Ihren Studierendenausweis oder einen amtlichen Lichtbildausweis mit ins Studierendensekretariat. Dazu benötigen wir einen Nachweis für den Grund Ihrer Beurlaubung.

Unter „besondere Gründe“ fallen:

  • Auslandsstudium (Nachweis: Antrag auf Beurlaubung wegen Auslandsstudiums
    Antrag auf Beurlaubung wegen Auslandsstudiums
  • Krankheit (Nachweis: ärztliches Attest)
  • Schwangerschaft oder Mutterschutz (Nachweis: Mutterpass; eine Alternative zum Urlaubssemester wäre hier der gesetzliche Mutterschutz)
  • Kindererziehung (Nachweis: ggf. Geburtsurkunde bei Erstbeantragung)
  • Wehr- oder Zivildienst (Nachweis: Einberufungsbescheid)

Der Sozialbeitrag für eine Beurlaubung aus besonderem Grund beträgt 21,90 Euro (Stand: Wintersemester 2017/2018).

Beurlaubung aus „weiteren Gründen“

„Weitere Gründe“ erfordern generell keine Nachweise, nur die Vorlage des Studierendenausweises oder eines amtlichen Lichtbildausweises im Studierendensekretariat. Unter „Weitere Gründe“ fallen

  • Praktikum
  • Auslandsaufenthalt
  • Beurlaubung mit Prüfungsberechtigung (hier sind entsprechende Nachweise erforderlich, siehe unten „Studienleistungen im Urlaubssemester“)
  • sowie alle weiteren Gründe
  • Der Sozialbeitrag für eine Beurlaubung aus weiterem Grund beträgt 126,90 Euro (Stand: Wintersemester 2017/2018)

    Verspäteter und postalischer Antrag auf Beurlaubung

    Auch eine verspätete Beurlaubung nach der normalen Rückmeldefrist aus triftigen Gründen ist möglich. In diesem Fall werden zusätzlich zehn Euro Verspätungsgebühr fällig, selbst wenn der Sozialbeitrag zuvor fristgerecht überwiesen wurde.

    Eine postalische Beurlaubung ist ebenfalls möglich. Dabei sollten dem formlosen Antrag neben den gegebenenfalls erforderlichen Nachweisen eine Kopie des Ausweises und ein ausreichend frankierter und an sich selbst adressierter Rückumschlag beiliegen.
    Adresse:
    Ruhr-Universität Bochum
    Studierendensekretariat
    D – 44780 Bochum

Urlaubssemester = kein Semesterticket - und weitere wichtige Hinweise

  • Im ermäßigten Sozialbeitrag sind VRR- und NRW-Semesterticket nicht enthalten.
  • Vor einer Beurlaubung ist es dringend ratsam, eventuelle Folgen für die BAföG-Förderung zu klären. Hier berät die Finanzierungsberatung. ((>>))
  • Eine Beurlaubung im ersten Fachsemester ist nicht möglich.
  • Generell sind maximal sechs Beurlaubungen möglich, bei triftigen Gründen wie etwa Krankheit gegebenenfalls noch weitere.
  • Die Beurlaubung kann auch direkt für zwei aufeinanderfolgende Semester beantragt werden, sofern es sich um denselben Beurlaubungsgrund handelt. Nachweise müssen im zweiten Urlaubssemester erneut erbracht werden.
  • Die Beurlaubung entbindet im Falle eines Rücktritts von einer Prüfung nicht von der Mitteilungspflicht gegenüber der entsprechenden Prüfungsbehörde.

Ermäßigter Sozialbeitrag

Der entsprechend reduzierte Sozialbeitrag muss bei der Ruhr-Universität eingegangen sein, bevor das Urlaubssemester beantragt wird. Daher sollte etwa sechs Tage vorher überwiesen werden. Diese Überweisung allein, ohne Antrag, reicht für eine Beurlaubung nicht aus und entbindet nicht davon, die Beurlaubung beim Studierendensekretariat zu beantragen.

Wurde der Sozialbeitrag bereits in voller Höhe überwiesen, kann eine Rückerstattung beantragt werden.

Studienleistungen im Urlaubssemester

Beurlaubte Studierende sind nach dem Hochschulgesetz NRW nicht berechtigt, Studien- und Prüfungsleistungen zu erbringen, Teilnahmevoraussetzungen oder Leistungspunkte zu erwerben oder Prüfungen abzulegen. (geregelt in § 48 Abs. 5 Satz 3 NRW–HG, Teilnahmevoraussetzungen im Sinne von § 64 Abs. 2 Nr. 2 HG). Auch können keine Lehrveranstaltungen belegt werden.

Dies gilt nicht

  • für die Wiederholung von nicht bestandenen Prüfungen und für Teilnahmevoraussetzungen, die Folge eines Auslands- oder Praxissemesters selbst sind, für das beurlaubt worden ist,
  • wenn eine Beurlaubung mit Prüfungsberechtigung aufgrund der Pflege und Erziehung von Kindern (im Sinne § 25 Abs. 5 Bundesausbildungsförderungsgesetz) oder der Ehegattin / des Ehegatten, des eingetragenen Lebenspartners oder eines in gerader Linie Verwandten oder im ersten Grad Verschwägerten erfolgt.

Mutterschutz als „Alternative“ zum Urlaubssemester
Schwangere Studentinnen haben Anspruch auf Mutterschutz, also eine Auszeit sechs Wochen vor und acht Wochen nach der Geburt. Dieser bietet sich an, wenn die Studentin an Klausuren teilnehmen möchte, da der Mutterschutz dafür pausiert werden kann.

Abschlussarbeit im Urlaubssemester

Alle Studienleistungen sind erbracht, und Sie wollen sich für Ihre Abschlussarbeit viel Zeit nehmen? Da scheint ein Urlaubssemester vernünftig, um die Regelstudienzeit zu halten …

Leider nicht: Auch für die Anfertigung der Bachelor-, Master- oder Staatsexamensarbeit dürfen Sie sich nicht beurlauben lassen. Dies gilt für die Anmeldung, Ablegung sowie Anfertigung und Abgabe sämtlicher Prüfungen. Auch ist die Anfertigung der Abschlussarbeit außerhalb der Hochschule normalerweise nicht als Praktikum zu werten, wenn Ihre Prüfungsordnung oder Studienordnung dies nicht vorsehen. Bei Unsicherheit klären Sie dies bitte mit Ihrer Fakultät ab.

Studierendensekretariat

Studierenden-Service-Center (SSC)
Ebene 0, Raum 229
Tel.: 0234-32-22945

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Anmeldung: Die Sprechstunde ist offen, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Im SSC ziehen Sie bitte zuerst eine Wartemarke an der Rezeption auf der Ebene 0. Wenn Sie an der Reihe sind, erscheint Ihre Nummer auf dem Monitor im Wartebereich.

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