Vor dem Studium

Wenig Chancen auf das Wunschfach?!

Manchmal ist mit Blick auf vergangene Verfahrensergebnisse schon vor dem Ablehnungsbescheid abzusehen: Die Aussicht auf das Wunschfach ist gering. Wollen Sie nicht auf ein anderes Fach ausweichen, können Sie verschiedene Möglichkeiten abwägen.

Bewerbung im Sommer- statt Wintersemester

Die RUB veröffentlicht jedes Semester die Ergebnisse ihrer Auswahlverfahren für zulassungsbeschränkte Fächer. Bewerberzahlen, Studienplätze und somit auch Verfahrensergebnisse können von Sommer- zu Wintersemester stark abweichen. Sollte der Einstieg in ein Fach also zum Sommer- und zum Wintersemester angeboten werden, lohnt sich eine erneute Bewerbung. In der Zwischenzeit geben etwa Praktika Einblicke in den Wunschberuf.

Zeit überbrücken

Wenn es lohnend scheint, Wartesemester zu sammeln, bieten sich Auslandsjahr, freiwilliges soziales oder ökologisches Jahr, Bundesfreiwilligendienst oder gar eine Ausbildung an. So können Sie bereits erste berufliche Erfahrungen sammeln und eventuell schon finanzielle Rücklagen für das Studium erwirtschaften.

Auf eine andere Universität ausweichen

Örtliche Zugangsbeschränkungen können an jeder Universität anders ausfallen. Wer im Wunschfach keinen Studienplatz an der Ruhr-Universität, aber an einer anderen Hochschule erhält, sollte darüber nachdenken, diesen Platz anzunehmen. Als Student im höheren Fachsemester besteht eventuell die Chance auf einen späteren Hochschulwechsel: Denn in einigen Fächern gibt es keine Zulassungsbeschränkungen mehr in höheren Fachsemestern. Für Fragen zur Anerkennung fremder Studienleistungen ist die jeweilige Studienfachberatung die richtige Anlaufstelle.

Manchmal kaum zu umgehen: Ein anderes Fach wählen

Einige Fächer haben einen extrem hohen NC. Für einige Bewerber heißt es dann, entweder mehrere Jahre auf einen Studienplatz zu warten oder auf ein anderes Fach auszuweichen: Nehmen Sie an Orientierungsveranstaltungen teil und nutzen Sie Beratungsangebote – etwa das der Zentralen Studienberatung oder der Studienfachberatung.

Studienplatztausch Medizin

Der Studienplatztausch ist eine Möglichkeit, einen Studienplatz am gewünschten Hochschulort zu erhalten. Diese Verfahren gibt es an der RUB nur im Fach Medizin.

2-Fach-Studiengänge: Alternativen bereithalten

Sie haben sich dafür entschieden, zwei Studiengänge zu kombinieren und einen sogenannten 2-Fach-Bachelor zu studieren? Bitte beachten Sie, dass Sie mit der Zulassung für ein zulassungsbeschränktes Fach nicht automatisch die Zulassung für das zweite zulassungsbeschränkte Fach erhalten. Ein Zwei-Fach-Studiengang erfordert aber immer die Einschreibung in zwei Fächern und kann nicht allein studiert werden – auch nicht vorübergehend.

Überlegen Sie sich also frühzeitig Alternativen und Präferenzen, und nutzen Sie die Möglichkeit, bei der Bewerbung bis zu zwölf Studienwünsche anzugeben. Sollten Sie Zulassungen erhalten, sind Sie nicht verpflichtet, diese anzunehmen.

Beachten Sie in jedem Fall auf die Kombinationsmöglichkeiten der Fächer – speziell, wenn Sie das Lehramt anstreben.

Risiken eines „Parkstudiums“

Wer keine Zulassung für ein zulassungsbeschränktes Fach erhalten hat und durch Wartesemester die Chancen auf den Platz im Wunschstudiengang verbessern möchte, sollte die wichtigste Regel der Wartezeit bedenken:

Um Wartezeit zu erwerben, dürfen Sie nicht an einer deutschen Hochschule eingeschrieben sein.

Möchten Sie also zur Überbrückung erst einmal ein anderes Fach studieren, wird Ihnen diese Zeit nicht als Wartezeit angerechnet. Es bleibt also in diesem Fall nur darauf hoffen, dass die Werte der Vergabe nach Durchschnittsnote bei erneuter Bewerbung günstiger ausfallen.

"Deutsche Hochschulen" im Sinne des Parkstudiums sind etwa Universitäten, Gesamthochschulen, Pädagogische Hochschulen, Musikhochschulen, Kunsthochschulen, Sporthochschulen, Bundeswehrhochschulen, Kirchliche Hochschulen, Fachhochschulen einschließlich der Fachhochschulen für öffentliche Verwaltung. Unter die Regelung fallen auch private Hochschulen mit staatlicher Anerkennung.

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